Die immer größer werdende Nachfrage zwang zur Entscheidung.
Nach dreijährigem Bierbrauen in kleinen einfachen Kesseln und stetig
wachsendem Bierabsatz mussten die beiden Eigentümer Herr Schopferer
und Herr Motzkus handeln.
Nach Schließung der Riegler Brauerei im Jahre 2004 stand das ehemalige
Sudhausgebäude leer. Eine gute Gelegenheit in die vorhandenen Räume
mit einer kleinen Brauanlage einzuziehen.
Die Ausschlagmenge von 270 Litern konnte die immer größer werdende
Nachfrage nicht mehr befriedigen. Schnell wurde klar dass eine größere,
aber vor allem bedienerfreundlichere Brauanlage neue Dienste leisten muss

Die Eckdaten der Riegel Brauanlage:


Nach bereits über 10 Suden und erfolgreich verkauftem Bier konnten die beiden Besitzer bestätigen, dass sich ihr „neu“ gebrautes Bier in der Qualität sehr stark verbessert hat. Besonders haben sich die Schaumhaltigkeit und die Farbe des Bieres zum Positiven verändert. Dies ist auf ein sehr gutes und intensives Maischen und eine gute Kochung zurückzuführen. Lobend wird von Herrn Schopferer und Herrn Motzkus erwähnt, dass sich die effektive Zeit für den Brauvorgang stark verkürzt hat. So wird beispielsweise für einen „Pils – Sud" incl. Würzekühlen nur 6,5 Std. Zeit benötigt.

Die neue Anlage, welche in Kooperation mit der Firma BDB gefertigt wurde hat eine Ausschlagmenge von 5 hl und ist für Infusions- und Dekoktionsverfahren ausgelegt. Eingemaischt wird momentan manuell in die Kombipfanne. Das Rührwerk wurde so gestaltet, dass es sich einfach auf den Antrieb stecken lässt. So kann der Rührflügel zur Hopfenabscheidung leicht ausgebaut werden. Der Antrieb des Rührwerks erfolgt von unten und kann stufenlos von 0 bis 45 Umdrehungen geregelt werden. So ist gewährleistet das auch bei kleinen Maischemengen oder bei Teilmaischen kein Sauerstoff in die Maischen eingebunden wird. Die Abdichtung erfolgt mittels Gleitringdichtung. Das Pfanne wird mittels einer getrennt gesteuerten Mantel- und Bodenheizfläche durch Dampf beheizt. Die Dampfregelung erfolgt mit ein Regelventil. Eine KPA Pumpe sichert das Abmaischen in den Läuterbottich. Dieser ist mit einem Schweißspalt – Senkboden ausgestattet. Die Abläuterung selbst läuft über 4 Abläuterkonen, einem beleuchtetes Schauglas und wird über eine Läuterpumpe mittels Handregelventil gesteuert. Zur Kontrolle der Läutergeschwindigkeit wurde eine optische Differenzdruckanzeige installiert. Das Hackwerk mit den gewellten Messern wird über einen regelbaren Getriebemotor, von unten am Läuterbottich montiert, angetrieben. Dieser Motor ist ebenfalls in der Drehzahl von 0 bis 20 Umdrehungen einstellbar. Ausgetrebert wird durch eine seitlich angebrachte Treberluke. Das Würzekochen erfolgt in der Pfanne. Durch umpumpen wird der Whirlpooleffekt erzielt. Gekühlt wird über einen einstufigen Würzekühler (GEA). Beide Gefäße (Kombipfanne und Läuterbottich) sind mit einem Domdeckel DN 400 mit großer Schauglasscheibe und Gefäßbeleuchtungen ausgerüstet. Ebenso sind zur Gefäßreinigung CIP-Köpfe und eine Senkbodenspülung installiert. Die Anlage wurde komplett verrohrt und ist mit Edelstahl – Zwischenflanschklappen Fabr. AWH ausgerüstet. Alle Klappen sind so angeordnet, dass sie im nächsten Bauabschnitt mit Antrieben versehen bzw. nachgerüstet werden können.
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